Orale Karzinome, auch bekannt als Mundhöhlenkrebs, zählen zu den häufigsten Krebstypen im Kopf-Hals-Bereich. In der Regel treten sie bei Personen ab 60 Jahren auf. Orale Karzinome betreffen Lippen, Zunge, Gaumen und den unteren Bereich des Mundes.

Darüber hinaus können sie auch in der Oropharynx-Region auftreten, wo Zunge, Gaumen und Mundboden aufeinandertreffen. Mundkrebs entsteht im Mundraum. Er entsteht durch unkontrolliertes Wachstum der Zellen in der Mundhöhle.

Zu den unteren Bereichen der Mundhöhle gehören Lippen, die Innenseiten der Lippen, Wangen, Zähne, Zahnfleisch, das vordere Zweidrittel der Zunge, der Mundboden, der Gaumen sowie der Bereich hinter den Weisheitszähnen. Der so genannte Oropharynx (Rachenraum) ist der mittlere Teil des Rachens, der sich hinter der Mundhöhle befindet.

Beim vollständigen Öffnen des Mundes ist er sichtbar. Das hintere Drittel der Zunge, der weiche Gaumen, das Zäpfchen sowie die Seiten- und Rückwand des Rachens bilden den Oropharynx, also den mittleren Teil des Rachens.

Indem Sie die von Prof. Dr. Murat Topdağ in Istanbul, der Operationen bei Mundkrebs durchführt, erstellten Inhalte lesen, können Sie mehr über die Risiken einer Mundkrebsoperation, den Genesungsprozess sowie wichtige Hinweise für die Zeit nach der Operation erfahren.

Mundkrebs: Symptome, Lebenserwartung & Bilder
KategorieInformation
DefinitionMundkrebs sind maligne Tumoren, die sich in der Mundhöhle oder der oropharyngealen Region entwickeln. Meistens sind Zunge, Lippen, Wangen, Zahnfleisch, der Mundboden und der Gaumen betroffen.
UrsachenTabakkonsum (Zigaretten, Zigarren, Pfeife, Kautabak), Alkoholkonsum, Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV), übermäßige Sonneneinstrahlung (bei Lippenkrebs), mangelhafte Mundhygiene, chronische Reizung.
RisikofaktorenAlter (ab 50 Jahren), Geschlecht (häufiger bei Männern), Tabak- und Alkoholkonsum, HPV-Infektion, familiäre Vorbelastung, schlechte Ernährung, geschwächtes Immunsystem.
SymptomeNicht abheilende Wunden oder Knoten im Mund, rote oder weiße Plaques an Lippen oder im Mund, Kau- oder Schluckbeschwerden, Schmerzen in Mund oder Kiefer, gelockerte Zähne, Sprachveränderungen, Schwellung am Hals.
DiagnosemethodenKörperliche Untersuchung, Biopsie, bildgebende Verfahren (MRT, CT-Scan, PET-Scan), Endoskopie
Pathologische TypenPlattenepithelkarzinom (am häufigsten), adenoid-zystisches Karzinom, mucoepidermoides Karzinom, Lymphom, Sarkom.
Behandlungsoptionen
  • Chirurgie: Entfernung des Tumors und gegebenenfalls der umliegenden Lymphknoten.
  • Strahlentherapie: Zur Verkleinerung des Tumors oder zur Eliminierung verbliebener Krebszellen nach einer Operation.
  • Chemotherapie: Wird meist bei fortgeschrittenen Karzinomen oder in Kombination mit Strahlentherapie eingesetzt.
  • Zielgerichtete Therapie: Medikamente, die gezielt gegen Krebszellen wirken.
KomplikationenGesichtsdeformierungen, Sprech- und Schluckstörungen, Mundtrockenheit, Geschmacksveränderungen, Ernährungsprobleme, psychische Auswirkungen.
PräventionVerzicht auf Tabak und Alkohol, HPV-Impfung, regelmäßige ärztliche Kontrollen, sorgfältige Mundhygiene, gesunde Ernährung, Schutz der Lippen vor Sonne.
HeilungschancenAbhängig von Stadium, Lokalisation, Typ des Tumors und allgemeinem Gesundheitszustand. Wird die Diagnose frühzeitig gestellt, ist die Erfolgsquote hoch. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate ist in Stadium I und II höher, in fortgeschrittenen Stadien sinkt sie.
EpidemiologieWeltweit werden jährlich etwa 300.000 neue Fälle von Mundkrebs gemeldet. Bei Männern ist die Krankheit häufiger als bei Frauen. Meist tritt sie bei Personen ab 50 Jahren auf.
LebensqualitätNach der Behandlung können ästhetische und funktionelle Probleme, Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken sowie soziale und psychische Belastungen auftreten. Unterstützende Therapien und Rehabilitation sind wichtig.
Nachsorge und KontrollenNach der Behandlung sind regelmäßige Arztbesuche, bildgebende Untersuchungen und Biopsien erforderlich, um ein Wiederauftreten oder eine Metastasierung zu überwachen. Um die Lebensqualität nach der Therapie zu verbessern, sind Sprechtherapie, Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung notwendig.

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Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Prof. Dr. Murat Topdağ

Prof. Dr. Murat Topdağ wurde 1978 in Malatya geboren und schloss seine Grund- und Sekundarschulausbildung ab, bevor er sein Gymnasium in Istanbul absolvierte. Sein Medizinstudium beendete er im englischsprachigen Programm der Cerrahpaşa Tıp Fakültesi. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Lebenslauf Behandlungen

Was ist Mundkrebs?

Foto von Mundkrebs
Foto von Mundkrebs

Mundkrebs ist ein Sammelbegriff für Krebserkrankungen, die die Mundhöhle betreffen. Diese Krebsart kann tief im Mundbereich oder auch leicht mit einem harmlosen Lippen- oder Mundgeschwür verwechselt werden. Doch ein Krebs verschwindet nicht von selbst. Unbehandelt breitet er sich aus dem Mund in den Rachen sowie in andere Bereiche des Kopf-Hals-Bereichs aus.

Von den Patienten, bei denen ein orales Karzinom diagnostiziert wurde, leben etwa 63 % nach fünf Jahren noch. Orale Karzinome treten bei nahezu 11 von 100.000 Menschen auf. Bei Männern ist das Auftreten häufiger als bei Frauen. Zudem ist die Häufigkeit bei hellhäutigen Personen höher als bei dunkelhäutigen.

Wie bei anderen Krebsarten wird auch Mundkrebs in verschiedene Stadien eingeteilt. Das Stadium zeigt die Lage und die Durchdringung des betroffenen Bereichs an. Orale Karzinome werden nach dem TNM-System klassifiziert. Das „T“ beschreibt Lage und Größe des Primärtumors.

Mit dem Buchstaben „N“ wird angegeben, ob der Tumor auf die umliegenden Lymphknoten übergegriffen hat. Schließlich zeigt der Buchstabe „M“, ob es zu Metastasen in weiteren Geweben gekommen ist.

Wie wird Mundkrebs behandelt?

Die Behandlung von Mundkrebs variiert je nach Stadium des Tumors. Krebs im Anfangsstadium wird als Carcinoma in situ betrachtet, bei dem die Krebszellen noch nicht tief in das Gewebe eingedrungen sind.

In der Regel wird eine Operation durchgeführt. Dabei entfernt man den oberen Bereich des Tumors und etwas umliegendes Gewebe. Dieser Eingriff wird als Mohs-Operation bezeichnet. Gegen das Risiko eines erneuten Auftretens sind regelmäßige Kontrollen nötig. Bei einem erneuten Ausbruch kommt häufig Strahlentherapie zum Einsatz.

Auch bei Tumoren im ersten und zweiten Stadium sind Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie häufig erfolgreich. Mitunter setzt man Chemoradiation, also eine Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie, oder eine Kombination aus Operation und Strahlentherapie ein.

Das dritte und vierte Stadium gelten als fortgeschrittene Stadien. Bei Stadium III hat sich der Krebs bereits auf umliegendes Gewebe und Lymphknoten ausgebreitet. Im vierten Stadium hat er sich auch auf entferntere Organe ausgeweitet.

In diesem fortgeschrittenen Stadium ist eine chirurgische Entfernung des Tumors oft nicht mehr möglich. Manche Patienten sind zudem aus gesundheitlichen Gründen nicht operationsfähig. In diesem Fall kommen nur Chemotherapie oder eine Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie in Frage.

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Arten von Mundkrebs

Die bei Mundkrebs auftretenden Tumoren werden häufig anhand ihres Ursprungsortes in verschiedene Untertypen eingeteilt. Zu den Arten gehören buccales Mukosa-Karzinom (innere Wangenkrebs), Mundbodenkrebs, Zahnfleischkrebs, Gaumenkrebs, Lippenkrebs und Zungenkrebs.

Das buccale Mukosa-Karzinom entwickelt sich im Inneren der Wangen. Meist entsteht es in dünnen, flachen Zellen, den Plattenepithelzellen. Ein Mundbodenkrebs tritt an der Unterseite der Zunge auf und ist vor allem bei Personen mit regelmäßigem Alkohol- und Tabakkonsum häufiger zu finden.

Auch Zahnfleischkrebs kommt bei Betroffenen, die rauchen oder Alkohol trinken, öfter vor. Oft wird Zahnfleischkrebs mit einer Zahnfleischentzündung verwechselt. Die Diagnose fällt meist dem Zahnarzt bei einer Routineuntersuchung auf.

Beim harten Gaumenkrebs ist das vordere, harte Gaumengewebe im oberen Mundbereich betroffen. Der Gaumen trennt den Mundraum von der Nasenhöhle. Wenn sich ein Gaumenkrebs ausbreitet, befällt er häufig zuerst die Nasenhöhle.

Lippenkrebs hingegen entsteht durch unkontrollierte Vermehrung bestimmter Zellen der Lippe. Dabei werden die Zellen aggressiv und führen zu Läsionen oder Tumoren. Lippenkrebs ist die häufigste Form von Mundkrebs.

Die Zunge wird in der Regel in drei Abschnitte eingeteilt. Eine Entartung kann in jedem dieser Bereiche auftreten. Tritt der Krebs im hinteren Zungendrittel auf, spricht man von Oropharynx- oder Rachenkrebs.

Welche Ursachen hat Mundkrebs?

Rauchen und Alkoholkonsum unter den Ursachen für Mundkrebs
Rauchen und Alkoholkonsum unter den Ursachen für Mundkrebs

Wie bei anderen Krebsarten ist nicht völlig bekannt, wie Mundkrebs genau entsteht. Durch unkontrolliertes Wachstum eigentlich absterbender Zellen bilden sich tumoröse Gewebe, die Krebs auslösen. Mutationen in der DNA, die das Zellwachstum reguliert, führen zur Krebsentstehung. Hauptverantwortlich für Mundkrebs gelten Zigaretten- und Alkoholkonsum.

Sowohl Rauchen als auch Alkohol können die DNA in den Zellen schädigen und so das Entstehen von Krebs begünstigen. Alkohol, Zigaretten oder die gemeinsame Verwendung beider Stoffe stellen für betroffene Personen ein hohes Risiko dar.

Dabei ist es kaum möglich, genau zu erfassen, welche Auslöser zu DNA-Veränderungen führen, die Mundkrebs bedingen. Warum die DNA in Mundschleimhautzellen genau mutiert, ist bisher nicht hinlänglich bekannt.

Neben Rauchen und Alkoholkonsum erhöhen auch Kautabak, ungesunde Ernährungsgewohnheiten sowie das humane Papillomavirus das Risiko für Mundkrebs.

Welche Symptome hat Mundkrebs?

Anzeichen von oralem Krebs spielen eine wesentliche Rolle bei der Diagnose. Manche dieser Symptome lassen sich leicht mit harmlosen Mundgeschwüren verwechseln.

Zu den häufigsten Symptomen zählen: nicht heilende Wunden an Mund oder Lippen, anhaltende Schmerzen im Mund, Knoten an den Lippen oder im Mund- oder Kieferbereich, weiße Flecken im Mundraum, Probleme beim Kauen oder Schlucken, Schwierigkeiten bei Kiefer- oder Zungenbewegungen, Taubheitsgefühle in Zunge oder anderen Mundpartien, Schwellungen oder Schmerzen im Kiefer, Zähne, die locker wirken oder schmerzen, Ohrenschmerzen sowie Gewichtsverlust.

Stadien bei Mundkrebs

  • Stadium 0 (Carcinoma in situ): Der Krebs ist auf die Innenschicht der Lippen oder der Mundhöhle beschränkt und zeigt noch kein invasives Wachstum.
  • Stadium 1: Der Tumor hat einen Durchmesser von höchstens 2 cm. Der Krebs ist auf den Mund beschränkt und hat sich nicht in Lymphknoten oder entfernte Organe ausgebreitet.
  • Stadium 2: Der Tumor ist größer als 2 cm, aber kleiner als 4 cm. Auch hier bleibt der Krebs auf den Mundraum beschränkt, ohne Lymphknoten- oder Fernmetastasen.
  • Stadium 3: Der Tumor misst über 4 cm oder hat auf die Lymphknoten der betroffenen Seite im Hals übergegriffen, deren Größe aber 3 cm nicht übersteigt.
  • Stadium 4A: Unabhängig von seiner Größe ist der Tumor in den Unterkieferknochen, den Mundboden, den Gaumen, den Unterkiefersensor oder die Gesichtshaut vorgedrungen. Gegebenenfalls sind ein oder mehrere Lymphknoten im Hals befallen, deren Größe jedoch höchstens 6 cm beträgt.
  • Stadium 4B: Der Tumor kann sich in die Weichgewebe der Wangen, Muskeln, Nerven oder die Schädelbasis ausgedehnt haben. Alternativ kann er die innere Halsschlagader umschließen. Die Lymphknoten im Hals können ebenfalls betroffen sein; dabei misst mindestens einer 6 cm oder größer oder zeigt invasives Wachstum in das umliegende Gewebe.
  • Stadium 4C (letztes Stadium von Mundkrebs): Der Krebs hat sich auf andere Regionen des Körpers ausgebreitet, bekannt als Fernmetastasen. Typischerweise breitet er sich auf Lunge, Leber oder Knochen aus und gilt in diesem Stadium als metastasierender Mundkrebs.

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    Wie wird Mundkrebs diagnostiziert?

    Eine frühzeitige Diagnose von Mundkrebs ist für den Therapieerfolg essenziell. Bleibt ein Problem im Mund länger als drei Wochen bestehen, sollte ein Facharzt aufgesucht werden. Die Biopsie ist das am häufigsten verwendete Verfahren zur Diagnose. Dabei entnimmt man eine Gewebeprobe aus dem verdächtigen Bereich.

    Muss für die Biopsie ein Schnitt gemacht werden, kann dies unter lokaler Betäubung geschehen. Das entnommene Gewebe wird unter Laborbedingungen untersucht. So kann im Labor abgeklärt werden, ob es sich um präkanzeröse oder bösartige Zellen handelt.

    Abgesehen von der Biopsie können zur Diagnosesicherung Nasenendoskopie oder Panendoskopie eingesetzt werden. Bei der Nasenendoskopie wird ein langer, dünner und flexibler Schlauch mit Kamera und Licht verwendet.

    Mundkrebs: Symptome, Lebenserwartung & Bilder

    Die Panendoskopie ähnelt der Nasenendoskopie, nutzt jedoch ein größeres Rohr, um bessere Zugänglichkeit zu ermöglichen. Sie wird unter Vollnarkose durchgeführt. Damit können auch kleine Tumoren entfernt werden.

    Genesungsprozess nach der Operation

    Wie rasch sich ein Patient nach einer Operation erholt, hängt von der Art des Eingriffs und seinem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Meist bleiben die Patienten nur wenige Tage im Krankenhaus; bei schwerwiegenderen Eingriffen kann sich dieser Zeitraum jedoch verlängern. Nach der Entlassung braucht der Körper Zeit und Ruhe zur Genesung.

    Nach dem Aufwachen aus der Narkose verbleiben einige Patienten vorübergehend auf der Überwachungsstation und wechseln dann für einige Tage auf die Intensivstation, wo sie rund um die Uhr von Pflegekräften und Ärzten betreut werden. Sobald sich ihr Zustand stabilisiert, werden sie auf eine Normalstation verlegt.

    Die nach einer Operation eingesetzten Schläuche und Drainagen sind:

    • Ein Tropf im Arm zur Flüssigkeitszufuhr,
    • Schläuche im Hals zur Atmung oder Ernährung,
    • Drainagen in Wundnähe zum Abtransport überschüssiger Flüssigkeit,
    • Ein in der Blase liegender Katheter zum Sammeln des Urins.

    Sprechschwierigkeiten treten besonders bei Eingriffen im Mund-, Zungen- oder Rachenbereich auf. In diesem Fall ist Schriftkommunikation hilfreich. Die Pflegekräfte stellen die benötigten Hilfsmittel bereit, damit sich der Patient verständigen kann.

    Postoperative Schmerzen sind häufig, können aber mit geeigneter Schmerztherapie kontrolliert werden. Schmerzmittel werden meist in regelmäßigen Abständen oder über:

    • Patientenkontrollierte Analgesie oder über einen epiduralen Katheter

    verabreicht. Die Rückkehr nach Hause und die Ernährungsweise unterscheiden sich je nach Operationsart. Zunächst erhält der Patient Flüssigkeiten über den Tropf, bevor er schrittweise zu normaler Kost übergeht. Ein Diätassistent passt den Ernährungsplan an, indem er die Flüssigkost schrittweise verringert.

    Frühe Mobilisierung wirkt sich förderlich auf den Genesungsprozess aus. Ein Physiotherapeut leitet den Patienten zu geeigneten Übungen an. Auch nach der Rückkehr nach Hause ist es wichtig, allmählich zu den Alltagsaktivitäten zurückzukehren.

    Nachsorgetermine dienen dazu, den Heilungsverlauf zu beurteilen und mögliche Probleme zu erkennen. Diese Termine bieten die Möglichkeit, die Fortschritte des Patienten kontinuierlich zu beobachten.

    Ernährungs- und Lebensstilanpassungen nach der Operation

    Nach einer Mundkrebsoperation sollte der Patient seinen Lebensstil und seine Ernährung so umstellen, dass er die Genesung bestmöglich unterstützt. Zuallererst ist der Verzehr nährstoffreicher Lebensmittel wichtig, da sie Energie liefern und die Heilungsprozesse fördern. Patienten sollten zudem häufigere, aber kleinere Mahlzeiten einnehmen, um Schluckbeschwerden zu berücksichtigen und ihre Energiezufuhr zu optimieren. Weiche Speisen eignen sich vor allem für Patienten mit Kaubeschwerden. Auch der Verzicht auf stark säure- oder gewürzhaltige Nahrungsmittel schont das Mundgewebe.

    • Nährstoffreiche Lebensmittel: Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fettarme Proteinquellen
    • Kleine, häufige Mahlzeiten: Avocado, Hummus, angereicherte Milchprodukte
    • Weiche und feuchte Kost: Suppen, Smoothies, Joghurt, püriertes Gemüse
    • Vermeiden von Reizstoffen: Scharfes und saures Essen, hart strukturierte Speisen

    Auch Anpassungen des Lebensstils fördern die Heilung nach der OP. Eine gute Mundhygiene mindert das Infektionsrisiko, regelmäßige Zahnarztbesuche sind unerlässlich. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um Mundtrockenheit in den Griff zu bekommen. Körperliche Aktivität verbessert körperliches und seelisches Wohlbefinden. Die Vermeidung schädlicher Gewohnheiten senkt das Rückfallrisiko und unterstützt die langfristige Gesundheit.

    FAQ

    Mundkrebs: Symptome, Lebenserwartung & Bilder

    Wohin breitet sich Mundkrebs aus?

    Unbehandelter Mundkrebs kann schwerwiegende Folgen haben. Zunächst entwickelt er sich an den inneren Oberflächen im Mund. Im Laufe der Zeit kann er tiefer in das Gewebe eindringen. Außerdem kann er leicht auf die umgebenden Weichteile übergreifen. Durch Befall des Nervensystems entstehen Schmerzen und Gefühlsverlust. Zusätzlich kann eine Ausbreitung in folgende Bereiche erfolgen:

    • Lymphknoten
    • Blutgefäße
    • Knochen

    Eine solche Ausbreitung erschwert den Behandlungsablauf und vermindert die Lebensqualität erheblich. Daher ist eine frühzeitige Diagnose und Intervention von lebenswichtiger Bedeutung. Um dies zu erreichen, sind regelmäßige Kontrollen unbedingt erforderlich.

    Ist Mundkrebs tödlich?

    Mundkrebs kann tödlich verlaufen. Mit früher Erkennung und Behandlung lässt er sich jedoch kontrollieren. Aber bei Vernachlässigung drohen schwerwiegende Folgen:

    • Andauernde Schmerzen
    • Funktionsverlust
    • Unwiederbringliche Deformationen im Gesicht und Mund

    Diese Komplikationen führen zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität und können tödlich enden. Deshalb sind regelmäßige Besuche beim Zahnarzt von entscheidender Bedeutung, um Mundkrebs möglichst früh zu erkennen. Nur durch rechtzeitiges Eingreifen kann eine weitere Ausbreitung verhindert werden und die bestmögliche Behandlung erreicht werden.

    Welchen Facharzt sollte man bei Mundkrebs aufsuchen?

    Bei der Diagnose und Therapie von Mundkrebs ist es wichtig, den richtigen Facharzt aufzusuchen. Sobald man Veränderungen an Zunge oder Mundschleimhaut bemerkt, stellen sich Sorgen ein.

    Sollten entsprechende Läsionen länger als zwei bis drei Wochen bestehen, ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Üblicherweise sind Hals-Nasen-Ohren-Ärzte (HNO) die richtige Anlaufstelle. HNO-Spezialisten sind in der Diagnose und Behandlung von Mundschleimhautkrebs erfahren. Sie:

    • Bewerten die Läsionen,
    • Führen erforderliche Untersuchungen durch,
    • Erstellen den Therapieplan

    Die Patienten sollten bei ersten Anzeichen möglichst früh einen HNO-Arzt aufsuchen.

    Ist Mundkrebs genetisch oder ansteckend?

    Mundkrebs kann durch genetische und/oder umweltbedingte Faktoren ausgelöst werden. Er wird nicht von Person zu Person übertragen und ist somit nicht ansteckend. Gewisse genetische Dispositionen können jedoch das Erkrankungsrisiko in einer Familie erhöhen. Gerade, wenn bereits Fälle von Mundkrebs in der Familie vorkamen, steigt das persönliche Risiko. In diesem Zusammenhang spielen genetische Faktoren eine große Rolle:

    • Familiäre Vorbelastung
    • Genetische Einflüsse

    Außerdem erhöht Zigarettenkonsum das Mundkrebsrisiko, ohne dass es sich um eine ansteckende Erkrankung handelt. Jede Person hat eigene Risikofaktoren, die von Lebensweise und Genetik abhängen. Deshalb sind Bewusstsein und regelmäßige Kontrollen besonders wichtig.

    Was passiert, wenn Mundkrebs nicht behandelt wird?

    Ohne Therapie kann Mundkrebs ernsthafte Folgen haben. Zunächst breiten sich die Krebszellen von der Mundhöhle auf umliegendes Gewebe aus und erhöhen dadurch das Infektionsrisiko, was die Behandlung erschwert. Darüber hinaus kann der Krebs Lymphknoten sowie weitere Bereiche von Kopf und Hals befallen. Mit der Ausbreitung entstehen:

    • Schmerzen
    • Schluckstörungen
    • Sprechprobleme

    Wenn der Krebs weiter fortschreitet, sinken die Erfolgsaussichten und die Lebensqualität der Patienten verschlechtert sich. Darum ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend.

    Heilt Mundkrebs von selbst?

    Mundkrebs heilt nicht spontan aus. Eine frühe Diagnose ist unverzichtbar. Während der Behandlung sollte auch der Halsbereich Berücksichtigung finden. Vor allem das Risiko einer Ausbreitung in diesen Bereich muss beachtet werden. Zu den Therapiemethoden gehören chirurgische Eingriffe, Strahlentherapie und Chemotherapie.

    Welche Methode eingesetzt wird, hängt vom Tumorstadium und seiner Lage ab. Durch rechtzeitige Diagnose und umfassende Therapie kann Mundkrebs in den meisten Fällen erfolgreich geheilt werden. Folglich sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Vermeidung von Risikofaktoren von großer Bedeutung. Ein multidisziplinärer Therapieansatz ist dabei essenziell.

    In welchem Alter tritt Mundkrebs auf?

    Mundkrebs wird meist in höherem Lebensalter beobachtet. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen tritt die Krankheit zu 95 % bei Menschen über 40 Jahren auf. Das durchschnittliche Diagnosealter liegt bei etwa 60 Jahren. Die Häufigkeit unterscheidet sich zwischen Männern und Frauen; das Verhältnis beträgt ungefähr 1:2. Hauptursachen sind unter anderem:

    • Alkoholkonsum
    • Zigaretten oder andere Tabakprodukte

    Diese Faktoren stellen in etwa 75 % der Fälle die Hauptursachen dar. Daher kann man durch eine Änderung des Lebensstils das Risiko verringern.

    Verursacht Mundkrebs Schmerzen?

    Mundkrebs kann sich schleichend und zunächst symptomlos entwickeln. In den Anfangsstadien kann es sein, dass keine Schmerzen auftreten, was es Patienten erlaubt, den Tumor unbemerkt fortschreiten zu lassen. Allerdings bedeutet das Fehlen von Schmerzen nicht, dass andere Warnzeichen ausgeblendet werden dürfen.

    Zum Beispiel sollten nicht abheilende Wunden im Mund oder dauerhaft rissige Lippen ernst genommen werden, auch wenn sie anfangs schmerzlos sind. In späteren Stadien der Erkrankung können Komplikationen auftreten.

    Gleiches gilt für Flecken oder Schwellungen in der Mundhöhle. Häufig treten zunächst keine Schmerzen auf, es kann jedoch zu Blutungen und weiteren Problemen kommen, wenn die Krebserkrankung fortschreitet.

    Somit sollten auch vermeintlich harmlose Veränderungen ohne Schmerzen untersucht werden, da eine frühe Diagnose entscheidend ist.

    Wie läuft eine Mundkrebsoperation ab?

    Bei einer Mundkrebsoperation muss der Tumor zusammen mit einem gewissen Teil gesunden Gewebes entfernt werden. Hat sich der Krebs auf den Kieferknochen ausgebreitet, muss auch der betroffene Bereich des Kiefers entfernt werden, um sämtliche Tumorzellen zu beseitigen.

    Nach dem Durchtrennen des Kiefers wird der Knochen zur Vervollständigung des Eingriffs wieder fixiert. Dieser Schritt, also das Zurücksetzen und Befestigen des Knochens, hat einen bedeutenden Einfluss auf die Heilungszeit.

    Der Eingriff verläuft abhängig von Tumorgröße und Ausmaß der Ausbreitung. Die Ärzte erstellen einen individuellen Plan, bei dem man neben dem Tumor auch Kieferknochen und andere erforderliche Strukturen entfernt. Nach der Entfernung des Tumors wird die am besten geeignete Therapiemethode festgelegt.

    Zu welchem Arzt sollte man bei Mundkrebs gehen?

    Ein anatomisches Modell der Mund- und Nasenhöhle auf einem Tisch, dahinter ein HNO-Arzt bei der Untersuchung eines Patienten

    Bei lang anhaltenden Wunden im Mund oder auf der Zunge, besonders wenn sie länger als drei Wochen bestehen, ist eine Abklärung durch einen Spezialisten unerlässlich. Solche Symptome können ein Indiz für ein schwerwiegenderes Gesundheitsproblem sein.

    Daher sollte man rasch einen HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde) aufsuchen. Diese Ärzte sind auf die Diagnose von Mund- und Zungenkrebs spezialisiert. Dadurch kann man sicherstellen, dass die Erkrankung möglichst frühzeitig erkannt wird.

    Im Frühstadium ist das Behandlungsspektrum größer und die Fortschreitung des Tumors kann weitgehend unterbunden werden. Die Patienten sollten ihre Symptome genau beschreiben, damit der Arzt die Situation bestmöglich einschätzen und eine geeignete Therapie vorschlagen kann.

    Welche Arten von Mundgeschwüren können auf Mundkrebs hindeuten?

    Zu den Anzeichen, die auf Mundkrebs hindeuten könnten, zählen vor allem nicht heilende Wunden. Halten diese mehr als zwei Wochen an, sollte man aufhorchen. Auch rote oder weiße Flecken in der Mundhöhle, besonders wenn sie eine raue, erhabene oder geschwürige Struktur aufweisen, sind verdächtig. Solche Bereiche werden als Erythroplakie oder Leukoplakie bezeichnet und können präkanzeröse bzw. kanzeröse Veränderungen anzeigen. Weitere mögliche Alarmzeichen sind neue oder ungewöhnliche Schwellungen, Erhebungen oder Verdickungen an Lippen, Zahnfleisch, Zunge oder am Mundboden.

    Ist Mundkrebs auf dem Röntgenbild sichtbar?

    Mundkrebs ist auf einem Röntgenbild meist nicht direkt zu erkennen. Mitunter lassen sich jedoch indirekte Hinweise wie Veränderungen am Kieferknochen oder an den Zähnen erkennen. Daher können Röntgenaufnahmen bei Verdacht auf Mundkrebs eine Unterstützung bieten. Für eine definitive Diagnose sind dennoch erweiterte Verfahren wie eine Biopsie erforderlich.

    Was sind die Anzeichen für beginnenden und frühzeitigen Mundkrebs?

    Mundkrebs im Anfangsstadium bleibt oft unentdeckt, da er häufig schmerzfrei ist und leicht mit anderen Problemen im Mund verwechselt wird. Zu den häufigsten Frühsymptomen zählen Wunden oder Geschwüre im Mund, die länger als zwei Wochen bestehen bleiben. Auch weiße oder rote Flecken an unterschiedlichen Stellen im Mund, ob flach oder erhaben, können auftreten. Zusätzlich kann es zu außergewöhnlichen Blutungen, Schmerzen oder Taubheitsgefühlen kommen. Knoten oder Verhärtungen in der Mundschleimhaut zählen ebenso zu den möglichen Anzeichen. Betroffene berichten manchmal von Schwierigkeiten beim Kauen, Schlucken, Sprechen oder bei der Bewegung von Kiefer und Zunge. Auch eine veränderte Passung der Zähne kann ein Hinweis sein. Anhaltende Halsschmerzen oder Heiserkeit können frühe Warnsignale für Mundkrebs sein.

    Wie hoch ist die Überlebenschance in Stadium 4 des Mundkrebses?

    Im Stadium 4C, das als metastasierender Mundkrebs bezeichnet wird, ist die Überlebensrate gering. Insbesondere beim Krebs am Mundboden liegt die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate bei etwa 20 %. Der genaue Wert hängt vom Allgemeinzustand des Patienten und dessen Ansprechen auf die Therapie ab, sodass die Prognose individuell verschieden ausfällt. In diesen Fällen liegt der Schwerpunkt der Behandlung darauf, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

    Sich anhand von Bildern oder Fotos von Mundkrebspatienten selbst zu diagnostizieren kann in die Irre führen. Suchen Sie bitte bei Verdacht einen Arzt auf.

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